Stefanie Pojar – flickering air

Stefanie Pojar: „13. Mai“ aus der Serie „awaken skies“, 102,5 x 77,5 cm, Acryl und Buntstfit auf Papier, 2019 

Am Freitag dem 27.09.2019 um 19:00 eröffnet Stefanie Pojar ihre Meisterausstellung „flickering air“ in der Galerie 196™. Stefanie Pojar, geboren 1983 in Plauen (Vogtland), begann 2012 ihr Studium der Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Seit 2014 war sie in der Klasse von Frau Prof. Annette Schröter und Teilnehmerin im Grafikseminar von Christiane Baumgartner. 2017 legte sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab und ist seitdem Meisterschülerin bei Frau Prof. Schröter. 2018 war Stefanie Artist in Residence im Mayr’schen Haus, Hamburg, 2017 Preisträgerin des Grafiknetzwerkes auf der Leipziger Buchmesse.

Die Ausstellung „flickering air“ zeigt neueste Malereien und Grafiken Stefanie Pojars. In den gezeigten Bildern untersucht sie die Verschiebung der Grenze von Himmel und Wasser. Dabei spielt das Licht eine große Rolle, welches durch seine verschiedenen Farbspektren die Grenze verschiebt und teilweise sogar völlig auflöst. Damit beweist sie dass, ähnlich wie in ihren architektonischen Bildern, die Wahrnehmung und Sicht bei den sphärischen Räumen, die Wasser und Himmel einnehmen, sich gegenseitig auflösen und der Betrachter tief in ihnen verlieren kann. Das Publikum fühlt sich dabei zu Anfangs klar verordnet, verliert sich jedoch beim Betrachten immer mehr in den Räumen, bis er sich völlig in ihnen auflöst und weiß schlussendlich nicht mehr ob er sich in dem Medium Wasser oder Luft befindet. 

In ihren Bildern nähert sich Stefanie Pojar unterschiedlicher architektonischer Räume an. Sie lässt den ersten Eindruck verschiedener Räume wirken, untersucht diese dann akribisch in allen ihren Facetten und sortiert sie, um letzten Endes aus den für die Künstlerin interessantesten Teilen einen neuen eigenen zu erschaffen. Dabei handelt es sich immer nur um eine Momentaufnahme, da sich die Räume in ihren Bildern stets in der Neuanordnung und Weiterentwicklung befinden. Den Mittelpunkt nehmen dabei diejenigen ein, die die Bilder betrachten: Sie müssen sich in den entworfenen Räumen zurechtfinden und positionieren. Die Bildräume sind bewusst frei von Personen und Narration. Man ist allein, trifft niemanden. Denn Personen, Objekte und Gegenstände würden immerzu im wechselseitigen Zusammenhang wahrgenommen werden und die erlebbare Bedeutungsvielfalt des Raumes einschränken. Ohne diese Ablenkung jedoch weist einzig der Akteur dem Gesehenen eine Bedeutung zu.

Eröffnung: 27.09.2019 19:00 Uhr, Öffnungszeiten: 28.09.–20.10.2019, Mittwoch–Sonntag 15:30 – 19:30 Uhr