Stefanie Pojar

In ihren Bildern nähert sich Stefanie Pojar verschiedener Räume an. Sie lässt den ersten Eindruck verschiedener Räume wirken, untersucht diese dann akribisch in allen ihren Facetten und sortiert sie, um letzten Endes aus den für die Künstlerin interessantesten Teilen einen neuen eigenen Raum zu erschaffen. Dabei handelt es sich immer nur um eine Momentaufnahme, da sich die Räume in ihren Bildern immer in der Neuanordnung und Weiterentwicklung befinden. Die Ambivalenz springt dabei zwischen Innen und Außen, Mikrokosmos und Weltall. Den Mittelpunkt nehmen dabei immer diejenigen ein, die sich die Bilder betrachten: Sie müssen sich in den entworfenen Räumen zurechtfinden und positionieren. Die Bildräume sind bewusst frei von Personen und Narration. Man ist allein, trifft niemanden. Denn Personen, Objekte und Gegenstände würden immerzu im wechselseitigen Zusammenhang wahrgenommen werden und die erlebbare Bedeutungsvielfalt des Raumes einschränken. Ohne diese Ablenkung jedoch, weist einzig der Akteur dem Gesehenen eine Bedeutung zu.

Stefanie Pojar geboren 1983 in Plauen (Vogtland), begann 2012 ein Studium der Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Seit 2014 war sie in der Klasse von Frau Prof. Annette Schröter und Teilnehmerin im Grafikseminar von Christiane Baumgartner. 2017 legte sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab und ist seitdem Meisterschülerin bei Frau Prof. Schröter. 2018 war sie Artist in Residence im Mayr’schen Haus, Hamburg, 2017 Preisträgerin des Grafiknetzwerkes auf der Leipziger Buchmesse.

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