Malte Pätz

Malte Pätz – Schoß, Linoldruck auf Acrylglas

Ausgangspunkt der Arbeit von Malte Pätz ist die Beschäftigung mit Oberflächen. Der Oberfläche sind im Allgemeinen Techniken des Zeigens und Verbergens eingeschrieben. Ihre Präsenz, Ästhetik und Physis entscheiden darüber, wie wir der Welt und dem Anderen begegnen.

Konkreter Anlass für Pätz Auseinandersetzung ist die Haut als manifester Ort des Anderen und möglicher Kontaktfläche. Sie teilt sich über den Tastsinn mit und ist über ihn zugänglich. Der Touchscreen hat die Berührung als Form gegenseitiger Kontaktaufnahme wieder prominent gemacht. Die Haut ist Vorbild für ein Interface geworden, das zum Touch einladen soll. Genauso spiegelt sich die technische Beschaffenheit heutiger Kommunikationsgeräte auf die Haut zurück und gibt Ausblick auf zukünftige Körperentwürfe.

So bewegen sich Pätz Arbeiten in einem Spannungsfeld von technischen und natürlichen Oberflächen, von Taktilität und Distanz, Glätte und Widerstand, Sichtbarkeit und Verhüllung. Neben ihrer haptischen Beschaffenheit verbindet sie der Einsatz zeitgenössischer Gesten des Drückens und Wischens.

Malte Pätz wurde 1989 in Rostock geboren und legte 2017 sein Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Annette Schröter ab. Seit 2018 ist er Meisterschüler beim Konzeptkünstler Michael Riedel.

maltepaetz.com