Larissa Mühlrath

Potential, 2018 // Arbeitshandschuhe, Holz, Lack, Aluminium-Winkel //  je 65 x 50 x 2 cm // Photo: graysc.de

Larissa Mühlrath arbeitet konzeptuell und medienübergreifend. In ihren bildnerischen und installativen Arbeiten erforscht sie den künstlerischen Schaffensprozess als elementaren Vorgang menschlichen Tätigseins. Einen Ausgangspunkt bildet dabei die intensive Auseinandersetzung mit vorgefundenem Material. Oft handelt es sich um ausrangierte Gegenstände und materielle Überbleibsel, die der Künstlerin auf ihren alltäglichen Wegen begegnen. Die Untersuchung von Eigenarten und das Spurenlesen der vermeintlich wertlosen und unbedeutenden Materialien bilden die Grundlage für einen umfassenden künstlerischen Prozess des gegenseitigen Sich-Herausforderns und -Hervorbringens. Über den Dialog mit dem Material, der sich gleich einer experimentellen Versuchsanordnung als grundsätzlich ergebnisoffen gestaltet, gelangt Mühlrath zu ganz unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen, die auf eigenwillige Weise immer auch deren Entstehungskontext und die Wechselbeziehung von Mensch und Material offenlegen.

Die 1990 in Alfter geborene Künstlerin schloss im Februar 2018 ihr Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit Auszeichnung ab. Mühlrath studierte von 2013-2018 Malerei mit medienübergreifender Ausrichtung in der Klasse von Ingo Meller und ist nun Meisterschülerin des Konzeptkünstlers Michael Riedel. Ihre Arbeiten waren zuletzt im Projektraum der G2 Kunsthalle in Leipzig zu sehen.

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